Zum Weltfrauentag: ORF-Premiere für „kreuz und quer“-Doku „Scheidung verweigert – Frauen kämpfen um ihre Freiheit“

Am 16. März um 22.35 Uhr in ORF 2, danach: „Fünf starke Frauen – Vom Kampf gegen häusliche Gewalt im Iran“

Wien (OTS) In Israel müssen Scheidungen gemäß jüdischem Recht vor einem Rabbinatsgericht durchgeführt werden. Eine Frau kann sich allerdings nur rechtsgültig scheiden lassen, wenn der Ehemann der Scheidung auch zustimmt. Immer wieder gibt es daher Fälle, in denen Frauen – aus ganz unterschiedlichen Gründen – teils jahrelang um ihre Freiheit kämpfen. Die Dokumentation „Scheidung verweigert“, die „kreuz und quer“ am Dienstag, dem 16. März 2021, um 22.35 Uhr im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts zum Weltfrauentag (Details unter presse.ORF.at) in ORF 2 zeigt, begleitet eine orthodoxe Anwältin bei ihrer Arbeit. Diese setzt all ihr Können ein, um ihren Klientinnen zu helfen, damit diese die lang ersehnte Scheidung erhalten und endlich frei sind.
In „Fünf starke Frauen“ (23.25 Uhr) thematisiert die iranische Regisseurin Mina Keshavarz den Kampf gegen häusliche Gewalt im Iran.

„Scheidung verweigert – Frauen kämpfen um ihre Freiheit“ – Ein Film von David Ofek und Mia Web (ORF-Bearbeitung: Sabine Aßmann)

Batya Kahana-Dror ist orthodoxe Jüdin – und Feministin. Die Anwältin gehört zu den wenigen Frauen, die eine Zulassung für die israelischen Rabbinatsgerichte haben. Sie nutzt jede rechtliche Möglichkeit für ihre Klientinnen, die teils jahrelang um die Scheidung kämpfen. Denn gemäß jüdischem Recht kann sich eine Frau ohne ausdrückliche Zustimmung ihres Ehemannes nicht scheiden lassen. Und in Israel werden Eheschließungen wie auch Scheidungen zwingend gemäß jüdischem Recht durchgeführt. Letztere werden vor einem Rabbinatsgericht verhandelt, das aus drei Richtern besteht. Der Film begleitet die Anwältin bei ihrer engagierten Arbeit für drei ganz unterschiedliche Frauen.

Da ist etwa die aus Belgien stammende junge Mutter Sarah, die sich von ihrem Mann getrennt hat und mit dem gemeinsamen Sohn nach Israel gezogen ist. Seit zwei Jahren bemüht sie sich um die Scheidung. Doch ihr Mann hat die Einwilligung bisher nicht erteilt, die Rabbinatsrichter lehnen daher eine rechtsgültige Scheidung ab. Der Brüsseler Rabbiner, der das Paar einst verheiratete, soll nun vermitteln und dabei helfen, dass es endlich zu einer koscheren Scheidung kommen kann. Der Rabbi scheint allerdings ganz auf der Seite des Ehemannes zu stehen. Batya Kahana-Dror versucht die Situation zu lösen und trifft den Rabbi in Tel Aviv – dabei nimmt der Fall eine unerwartete Wendung.

Der Fall der 44-jährigen Noa ist völlig anders. Ihr Mann Guy hatte vor sechs Jahren einen Herzinfarkt und ist seitdem ein Pflegefall. Noa und die drei gemeinsamen Kinder besuchen ihn regelmäßig. Dennoch will sie nun nach vorne blicken und ihr Leben neu gestalten. Sie versucht seit drei Jahren die Scheidung von Guy zu bekommen. Doch auch hier gilt: Guy muss seine Frau im Rahmen einer Verhandlung vor einem Rabbinatsgericht ausdrücklich freigeben. Mit ihrer Anwältin bereitet sich Noa entsprechend vor und schließlich kommt der Tag der geplanten Scheidungsverhandlung. Doch lassen sich die Rabbinatsrichter auch tatsächlich überzeugen?

Batya Kahana-Dror vertritt auch die hochschwangere Oshrat. Ihr Ehemann verweigert seit vielen Jahren die Scheidung. Oshrat lebt längst in einer neuen Beziehung und möchte vor der Geburt ihres Kindes endlich die Trennung von ihrem Mann auch rechtlich vollziehen. Gemeinsam versuchen die beiden Frauen, eine Annullierung der Ehe zu erreichen. Dafür braucht es handfeste Gründe, die das Rabbinatsgericht akzeptiert. Ein möglicher Ausweg scheint gefunden, als sich herausstellt, dass ein Zeuge der damaligen Eheschließung „charakterlich ungeeignet“ sein könnte. Die Anwältin macht sich auf, um diese Frage mit dem Rabbiner und Talmud-Experten Daniel Sperber zu diskutieren. Gelingt es Oshrat, rechtzeitig vor der Geburt ihres Kindes die Auflösung der Ehe zu erreichen?

„Fünf starke Frauen – Vom Kampf gegen häusliche Gewalt im Iran“ – Ein Film von Mina Keshavarz

Häusliche Gewalt ist im Iran ein weit verbreitetes Problem: Die einzige offizielle Studie besagt, dass 66 Prozent der Frauen häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich deutlich höher. Die Dokumentation der iranischen Regisseurin Mina Keshavarz begleitet ein Jahr lang die Aktivistinnen der Kampagne „Stoppt häusliche Gewalt gegen Frauen“ bei ihrer Arbeit. Die engagierten Protagonistinnen wollen einen Gesetzesentwurf zur Abstimmung ins Parlament bringen, um der systematischen Gewalt gegen Mädchen und Frauen endlich Einhalt zu gebieten.

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