Großbauer zu RH-Bericht: Barauszahlungen und vorteilhafte Vertragselemente unter Drozda

Wien (OTS) Barauszahlungen und vorteilhafte Vertragselemente zeigt der Rechnungsbericht unter dem Geschäftsführer Thomas Drozda, später Bundesminister für Kunst und Kultur sowie SPÖ-Kultursprecher und bestätigt damit offenbar das befremdliche Kulturverständnis der SPÖ. Das sagte heute, Freitag, ÖVP-Kultursprecherin Abg. Maria Großbauer.

„Die Hauptkasse der Burgtheater GmbH zahlte in den Geschäftsjahren 1999/2000 bis 2007/08 insgesamt 58,83 Millionen Euro in bar oder über das bei der Hauptkasse eingerichtete Bankkonto aus“, so der Bericht. – „Eine unglaubliche Summe, da bleibt einem die Spucke weg. Wie wurde das abgewickelt? In Geldkoffern?“, so Großbauer. Die Barauszahlungen waren laut RH mit hohen Verwaltungsaufwendungen und die Aufbewahrung des erforderlichen Bargelds mit einem Sicherheitsrisiko verbunden.

Der RH beurteilte die als durchgehend angespannt zu bezeichnende Finanzlage der Burgtheater GmbH der Geschäftsjahre 1999/2000 bis 2007/08 kritisch, zumal „die liquiden Mittel der Gesellschaft in den ersten beiden Geschäftsjahren nach der Ausgliederung von 3,35 Millionen Euro auf 955.000 Euro sanken und die Liquidität in den folgenden Geschäftsjahren nur durch die Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie über Gesellschafterzuschüsse sichergestellt werden konnte.“

Großbauer weist zudem darauf hin, dass die Burgtheater GmbH laut Bericht bis auf das Geschäftsjahr 2002/03 keinen positiven freien Cashflow erwirtschaften und mit ihren Einnahmen aus der Geschäftstätigkeit die Ausgaben für Investitionen nicht decken konnte. Um diese Liquiditätsengpässe auszugleichen, sei die Burgtheater GmbH laufend gezwungen gewesen, Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten aufzunehmen und um Gesellschafterzuschüsse anzusuchen.

Auch, dass laut Bericht die Verträge der Geschäftsführung nicht durchgehend der Bundes–Vertragsschablonenverordnung entsprachen, weil insbesondere darin vorgesehene Vertragselemente betreffend variabler Bezugsbestandteile für die Mitglieder der Geschäftsführung vorteilhafter als vorgesehen waren, wundert Großbauer. Die Bundestheater–Holding GmbH verlängerte zudem im Oktober 2002 die Verträge der beiden Geschäftsführer bis zum 31. August 2009, ohne zuvor die nach dem Stellenbesetzungsgesetz vorgesehene Ausschreibung durchzuführen.

„Worin lag Drozdas Kulturkompetenz, bevor er Geschäftsführer des Burgtheaters wurde? Hat er jemals in einem vergleichbaren Theaterbetrieb gewirkt?“, fragt sich Großbauer. „Denn Drozda und das Burgtheater waren eindeutig keine Erfolgsproduktion”, resümiert Großbauer. Da bleibt nur zu hoffen, dass Drozda für seinen neuen gut dotierten Versorgungsposten innerhalb der Wien-Holding, nämlich bei der Wohnbaugesellschaft ARWAG, die notwendige Immobilien-Kompetenz hat, obwohl er zuvor noch nie in seinem Leben in dieser Branche tätig war“, schloss die Kultursprecherin.

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