ÖGB-Achitz: Riesigen Reichtum und enorme Erbschaften endlich fair besteuern

Neue Erkenntnisse über Vermögenskonzentration zeigen: Ungleichheit bei Verteilung noch drastischer als bisher bekannt

Wien (OTS/ÖGB) - „Dass die Vermögen in Österreich ungerecht verteilt sind, ist nichts Neues. Die Ungleichheit ist aber noch drastischer als bisher bekannt, daher erwarte ich mir, dass die Politik nicht länger blockiert, wenn es um gerechtere Besteuerung riesigen Reichtums und enormer Erbschaften geht“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. Heute wurde eine von der AK beauftragte und der Linzer Kepler Universität durchgeführte Hochschätzung bekannt – demnach ist die Vermögenskonzentration in der Hand weniger Superreicher noch extremer ausgeprägt als bisher angenommen: Das reichste eine Prozent besitzt mehr als 40 Prozent des Vermögens, während die ärmsten 50 Prozent der Bevölkerung auf zusammen gerade einmal 2,5 Prozent kommen.++++

Der Sozialstaat sorgt zwar erfolgreich für eine gewisse Umverteilung – aber dafür braucht er die Mittel. „In Österreich gibt es laut der neuen Schätzung 148.000 Millionäre. Sie sollen einen gerechten Beitrag zum Wohlfahrtsstaat beitragen und ihr Vermögen versteuern – es geht uns ohnehin nur um geringe Steuersätze, die niemandem wehtun“, so Achitz. Eine neue Erbschaftssteuer wäre nicht nur aus Gründen der gerechten Finanzierung des Staates notwendig, sondern auch, damit die sich über Generationen weitergegebene Ungerechtigkeit in der Verteilung nicht gänzlich ungebremst weiter vererbt.

Ungleiche Maßstäbe bei ähnlichen Summen

Den Einwand, dass mit Erbschafts- und Vermögensbesteuerung zu niedrigen Sätzen und mit Freibeträgen kaum etwas zu holen sei, lässt Achitz nicht gelten: „Wenn es um Erträge aus möglichen Studiengebühren oder Ausgaben für notwendige Sozialleistungen wie die Mindestsicherung geht, ist bei ähnlichen Summen komischerweise nie das Argument zu hören, dass das nur Bagatellbeträge wären.“

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