AK fordert umgehend Schutz: Was für die Gesundheitsberufe dringend getan werden muss…

Anderl zu Arbeitsplatzsituation in Gesundheit und Pflege: An heute, morgen und übermorgen denken

Wien (OTS) „Der Mangel an Schutzbekleidung in der jetzigen Situation ist gerade für diesen Bereich unannehmbar. Wer pflegt die vielen Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich, wenn sie krank werden, und wer übernimmt diese herausfordernde Arbeit für diese Kolleginnen und Kollegen? Die Krankheit COVID-19 zeigt, wie schnell die Systeme für Krankenbehandlung und Langzeitpflege überfordert sein können“, hält AK Präsidentin Renate Anderl fest. Schon der Normalbetrieb vor der Corona-Krise war für die ArbeitnehmerInnen sehr herausfordernd. Die wachsende Personalknappheit in den Gesundheitsberufen wird die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheits- und Pflegesystems auch nach der Corona-Krise weiter schwächen. „Wir müssen daher jetzt gegensteuern, um sichere Gesundheits- und Pflegeleistungen dauerhaft zu gewährleisten. Die Heldinnen und Helden von heute müssen das auch in Zukunft sein. Ohne sie wird unser Gesundheitswesen nicht in hoher Qualität und mit gleichem Zugang für alle aufrechterhalten werden können.“ Das bedeutet vor allem, die Personalausstattung sicherzustellen – durch attraktive Ausbildungswege, angemessene Einkommen und gute Arbeitsbedingungen.

Die AK fordert daher:

  • Für Auszubildende kostenfreie Ausbildungen und tragfähige Stipendiensysteme – Schaffung eines Ausbildungsfonds-Gesetzes (wie im Regierungsprogramm vorgesehen)
  • Entlastung der ArbeitnehmerInnen in den Gesundheits- und Pflegediensten und Arbeitsplätze attraktiver machen: Stufenplan für plus 20 Prozent mehr Personal österreichweit in Krankenhäusern und Pflegeheimen, bessere Arbeitszeitmodelle, bedarfsorientierte Personalberechnungen in den Einrichtungen
  • Bessere Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, z.B. durch sinnvolle Nutzung der jeweiligen Berufskompetenzen
  • Bessere Kooperation von Gesundheits- und Pflegesystem z.B. durch gemeinsame Finanzierung von Hauskrankenpflege und Community Nurses, bessere medizinische Versorgung in der Langzeitpflege (daheim und in stationärer Langzeitpflege) durch Konsiliardienste aus den Krankenhäusern, Angebot von FachärztInnen in Langzeitpflege-Einrichtungen oder eine Vernetzung von Primärversorgung und Hauskrankenpflege.

Konjunkturpaket: Gesundheit und Pflege absolutes Muss Finanzminister Blümel denkt an ein Konjunkturpaket nach der Corona-Krise. Gesundheit und Pflege sind dazu optimale Multiplikatoren, denn Investitionen öffentlichen Geldes in Gesundheit und Langzeitpflege haben hervorragende Konjunkturwirkungen. Sie sichern Arbeitsplätze in den österreichischen Regionen – nicht nur für die Gesundheitsberufe, sondern auch in allen Betrieben, die Menschen mit Unterstützungsbedarf im täglichen Leben versorgen und mobile Dienste, Pflegehäuser und Krankenhäuser mit notwendigen Materialien und Dienstleistungen beliefern. Der hohe Personalbedarf im Gesundheits- und Pflegesystem sichert überdurchschnittlich hohe finanzielle Rückflüsse in den Steuertopf und an die Sozialversicherungen.

Anderl: „Hier trifft der wachsende Unterstützungsbedarf in der Bevölkerung auf wirtschaftlichen Nutzen – das Beste aus beiden Welten, wie es so schön heißt. Stärken wir unseren Sozialstaat, denn niemand weiß, wann wir ihn wieder in einem derartigen Ausmaß brauchen.“

Die AK setzt sich für #Gerechtigkeit ein. Seit 100 Jahren. #fürimmer.

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