Schnabl: „Am Abend wird der Faule fleißig!“

Vorgestellte Maßnahmen im Bereich der Gesundheit grundsätzlich begrüßenswert, jedoch ein unausgegorener, nicht weit genug reichender Vorschlag

St. Pölten (OTS) - „Guten Morgen“, sei der erste Gedanke zur reichlich späten Reaktion von LH Mikl-Leitner auf den seit Jahren evidenten, heraufdräuenden Ärztemangel. Im Übrigen gehe, so Gesundheits-Landesrat Franz Schnabl, „die Schnellschuss-Initiative am grundsätzlichen Problem vorbei. Im Bereich der Kinderärzte ist die Herausforderung eine noch viel größere und überdies hausgemacht und das Versäumnis der ausbildenden Spitäler.“ Dort schaue man augenscheinlich weg. Dies zeige die dringende Notwendigkeit, dass endlich auch eine zweite Meinung gehört wird in Niederösterreich, anstatt die erstbeste Lösung zu wählen.

Außerdem wäre es von zentraler Bedeutung die – von der ÖVP abgeschafften - Gemeindeärzte wiedereinzuführen. Diese Maßnahme würde zu einer massiven Stärkung der Bindung in den Regionen und damit verbunden zu einer Attraktivierung des Berufes des Allgemeinmediziners führen. Dringend fordert die SPÖ NÖ auch die Sicherstellung der Kofinanzierung zur Primärversorgung, die für die NiederösterreicherInnen Medizin-Kompetenzzentren in den Regionen schafft.

„Wer ist stets für die Reglementierung von Studienplätzen und die Zugangshürde ‚Studiengebühren‘ eingetreten?“, stellt Schnabl eine der wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang in den Raum: „Die ÖVP war es die auf die Medizin-Quote gedrängt hat, die nun dazu führt, dass zu wenige Mediziner, die sich auch in Österreich niederlassen, das Studium absolvieren. Wir brauchen mehr Geld und Studienplätze auf den öffentlichen Universitäten – um die Zukunft unseres Landes ausbilden zu können.“ Gerade das aktuelle Regierungsprogramm von Mikl-Leitners Vorsitzenden Kurz zeige, dass die Zeichen der Zeit nicht erkannt wurden und man derzeit in allen Bereichen Rückschritte setzt. Dort werden durch Schwarz-Blau sogar massiv Mittel aus dem Gesundheitswesen gekürzt – Johanna Mikl-Leitner sei daher alles andere als glaubwürdig, wenn es darum gehe beste Voraussetzungen für die MedizinerInnen zu schaffen.

Abschließend verlangt die SPÖ NÖ auch ein Bekenntnis von LH Mikl-Leitner zu den NÖGKK-Standorten in den Regionen, die die Nähe zu den PatientInnen gewährleisten und jedem/r NiederösterreicherIn niederschwelliges Service bieten. Schnabl ordne die heutige Pressekonferenz der ÖVP-Landesräte in die Kategorien ‚Unausgegoren‘ und ‚Reine Makulatur‘ ein: „Grundsätzlich sind die Schritte begrüßenswert, jedoch nicht weit genug gehend und nicht von einer medizinischen Gesamt-Sicht geprägt, sondern auf die schnelle Schlagzeile schielend. Zusammenfassend trifft des wohl das Sprichwort ‚Am Abend wird der Faule fleißig‘ am besten.“

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