ÖH ad Mahrer: Hochschulpolitik ist für Wahlkampf-Gags ungeeignet | ÖH

Studienplatzfinanzierung als versteckte Zugangsbeschränkungen geplant

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) kritisiert den erneuten Versuch eines Vorstoßes des von der ÖVP geführten Wissenschaftsministeriums in Richtung Studienplatzfinanzierung. Sowohl Wissenschaftsminister Mahrer als auch ÖVP-Wissenschaftssprecher Töchterle äußerten sich heute dazu. Das geplante Modell solle den Universitätsstandort Österreich modernisieren und faire Rahmenbedingungen an den Universitäten schaffen.

„In Wahrheit soll auf dem Rücken der Studierenden das hochschulpolitische Versagen des Ministeriums ausgetragen werden. Auch unter dem Deckmantel der Qualitätssicherung bleibt die Studienplatzfinanzierung, was sie ist: eine Verknappungsinitiative“, so Hannah Lutz vom Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung.

„Von fairen Rahmenbedingungen zu sprechen, während man gleichzeitig den Hochschulzugang beschränken will, ist ein Widerspruch in sich. In kaum einem anderen Land wird Bildung so stark vererbt wie in Österreich. Die Abschaffung des freien Hochschulzugangs wäre daher fatal“, führt Lutz weiter aus. Dass das Argument der sozialen Dimension aufgrund der Erhöhung des Beihilfenbudgets wegfalle, lässt Lutz so nicht gelten: „Zugangsbeschränkungen sind immer sozial selektiv, daran ändert auch ein erhöhtes Budget bei Beihilfen nichts.”

Die ÖH-Bundesvertretung fordert den Wissenschaftsminister dazu auf, Hochschulpolitik ernst zu nehmen und nicht für Wahlkampf-Gags zu missbrauchen. “Es wäre höchst unverantwortlich, eine so einschneidende Reform noch schnell vor der Nationalratswahl zu beschließen. Das Thema eignet sich nicht als Sommerlochfüller, sondern bedarf einer ernst gemeinten Diskussion”, stellt Lutz klar und hält abschließend fest: “Sowohl der aktuellen als auch der zukünftigen Regierung muss bewusst sein, dass Hochschulpolitik nicht an den Studierenden vorbei, sondern mit uns gemeinsam gestaltet werden muss.”

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